Nahtlose Prüfung, unabhängig
von der Umgebung
funktionales testen
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Der Verbrennungsmotor ist
komplex, allerdings nicht aus der
Sicht des Fahrers. Er tritt ein-
fach aufs Gas und fährt los. Bei
einem Elektroauto oder autono-
men Fahrzeug ist es genau umgekehrt: Die mechanische Hardware
ist weniger komplex, „aber die gesamte funktionale Komplexität
ist größer“, erklärt Gianluca Vitale, Business Segment Manager
Functional Testing and Virtualization bei AVL. Mit Systemen wie
ADAS/AD, Konnektivität, Cybersecurity und Thermal Manage-
ment kommen viele neue Funktionen hinzu. Steuergeräte müssen
miteinander kommunizieren, da immer mehr Daten von diversen
Sensoren einfließen. OEMs neigen zu häufigen Software-Updates,
die zusätzliche Funktions- und Leistungstests erfordern. Zudem
sind bei batteriebetriebenen Fahrzeugen umweltbedingte Abhän-
gigkeiten wie das Laden, oder vernetzte Antriebsstrangfunktio-
nen eine große Herausforderung. Die Frage ist also nicht, wel-
che Leistung die jeweiligen Funktionen erbringen, sondern ob sie
funktionieren. Wenn Sie während der Fahrt die Autotür öffnen,
wird das Getriebe in die P-Stellung schalten? Wo ist sie verriegelt?
Diese Frage erfordert eine Interaktion zwischen den Teilsystemen:
der Tür, dem Sicherheitsgurt und dem Getriebe. Es gibt Tausen-
de von ähnlichen Fragen in der Entwicklung, die Tausende von
Tests erfordern. Funktionstests sind einfacher als z. B. Leistungs-
tests, aber die Menge und die Häufigkeit der Softwareversionen
führen zu noch größerer Komplexität.
Funktionalität geht vor
AVLs Fachwissen im Be-
reich der Funktionstests
liefert einen entscheiden-
den Wettbewerbsvorteil
In den nächsten Jahren wird der
Automobilsektor einen tiefgreifen-
den Wandel durchlaufen und sich
nicht mehr nur auf das Fahrzeug
als Hardware-Produkt, sondern auf
das Software-Ökosystem konzent-
rieren. In diesem Umfeld ist neben
der Prozesseffizienz auch die Ge-
schwindigkeit ein Thema. Wir bei
AVL unterstützen unsere Kunden
dabei, ihre Prozesse zu beschleu-
nigen. Unser Know-how im vir-
tuellen Testen und in der Automa-
tisierung von Testpipelines bietet
in dieser Hinsicht einen enormen
Vorteil. „Wir können das gesamte
System auf dem Prüfstand simulie-
ren“, bestätigt Vitale. „Die Interak-
tion mit der Hardware bleibt un-
verzichtbar“, um die Validierung
von Sicherheitssystemen durch-
führen zu können. Dabei geht es
uns nicht nur um die Bereitstellung
von Tools wie Software-Varianten-
management, automatisiertes Tes-
ten oder Virtualisierung, sondern
um eine durchgängige Toolchain-
Integration. Vitale: „Bei AVL defi-
nieren wir uns als Integrationspart-
ner – das macht den Unterschied.“