von Daten aus Tests mit Simulationsmodellen kombiniert.
Mit dem Virtuellen Zwilling beschleunigt AVL die Entwicklung
und spart so Zeit und Kosten. Außerdem wird die Entwicklung
nachhaltiger, da weniger physische Prototypen gebaut werden
müssen.
Systems Engineering und Integrationsfähigkeit
Bei AVL arbeiten wir nach dem Prinzip der modellbasierten
Systementwicklung (MBSE). Das bedeutet, dass wir die
Entwicklungsziele von Anfang an ganzheitlich angehen. Um
zum Beispiel den Energieverbrauch zu reduzieren, spielt das
Thermalsystem eine zentrale Rolle, man kann aber auch das
Fahrwerk absenken und so den Luftwiderstand verringern.
Auch das Gewicht reduziert den Energiebedarf – in jedem Fall
müssen die Systeme harmonisch zusammenwirken. In die-
sem Zusammenhang spielt auch die Integrationsfähigkeit eine
immer wichtigere Rolle: Die Industrie fordert möglichst flexible
Lösungen, die sich im Idealfall mit überschaubarem Investi-
tionsaufwand auf andere Derivate adaptieren lassen. Hierfür
entwickeln wir innovative Plattformlösungen für zukünftige
Fahrzeugarchitekturen mit einer Vielzahl modularer Integ-
rationsmöglichkeiten (z.B. für Antriebsstrang, E/E-Systeme,
Fahrwerk, Thermal Management, ADAS/AD etc.)
Funktionen im Fokus
Eng verbunden mit dem systemübergreifenden Ansatz
von AVL ist unser Fokus auf Funktionen. So betrachten wir
beispielsweise eine Bremse nicht nur als Bauteil, sondern wid-
men uns der Funktion des Bremsens auf mehreren Ebenen –
vom Fahrwerk (Reibbremse) über das Antriebssystem
(Rekuperation) bis hin zum Exterieur (Aerodynamik). Vor
allem der Software-Bereich bietet hier großes Potenzial für die
Integration neuer Funktionen. Diese lassen sich über Updates
leichter umsetzen als über Eingriffe in die Hardware, zum
Beispiel in die Steuergeräte. Hier erarbeiten wir entsprechende
Lösungen, mit denen bestimmte Attribute über den gesamten
Lebenszyklus des Fahrzeugs immer wieder an sich ändernde
Kundenerwartungen angepasst werden können.
Am Puls der weltweiten Entwicklung
Dass wir bei AVL eine sehr konkrete Vorstellung davon haben,
wie die Fahrzeuge der nächsten Generation aussehen werden,
liegt unter anderem an unserem globalen Vehicle Benchmar-
king Programm. Es liefert seit Jahren objektive Bewertungen
für zahlreiche Fahrzeugeigenschaften von marktführenden
Modellen. Subjektive Eindrücke der Endkunden werden so in
vergleichbare, objektive Metriken übersetzt, aus denen sich
technische Anforderungen für die gesamte Fahrzeugentwick-
lung ableiten lassen – von der Produktpositionierung inklusive
Kundenmarktprofil sowie den daraus abgeleiteten technischen
Spezifikationen der einzelnen Komponenten über die konti-
nuierliche Überprüfung des Entwicklungsstandes bis hin zur
Freigabeprüfung.