Next Generation
Vehicles
Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus? Was können die
Autos von morgen? Wie werden sie angetrieben? Was
zeichnet sie aus? Fragen wie diese bestimmen die tägliche
Arbeit bei AVL. Die richtigen Antworten zu finden, gehört
zu den geschäftsfeldübergreifenden Kernkompetenzen
von AVL. Mit modernsten Mitteln der Virtualisierung,
umfassender Integrationskompetenz und funktionsbasierter
Systementwicklung unterstützen wir unsere Industriepartner bei
den Herausforderungen der nächsten Fahrzeuggeneration.
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Neue Fahrzeugkonzepte, neue Herausforderungen
Das Rad der Automobilentwicklung dreht sich immer
schneller. Zeit- und Kosteneffizienz bestimmen zunehmend
den Alltag von Herstellern und Zulieferern. Neue Fahrzeug-
konzepte – ob batterieelektrisch oder wasserstoffbetrieben
– bringen zudem eine völlig neue Komplexität mit sich. Statt
einzelner Komponenten gewinnt die Systemebene an Bedeu-
tung. Früher ging es in vielen Projekten der AVL darum, einen
bestehenden Verbrennungsmotor in verschiedene Fahrzeug-
reihen oder -modellen einzubauen und hierfür Modifikationen
und Kalibrierungen vorzunehmen. Heute liegt der Fokus auf
dem Gesamtfahrzeug. Bei BEVs zum Beispiel bestimmt die
Batterie die Fahrzeuggröße, den Radstand und sogar den
Sitzkomfort, da man in der Regel direkt darüber sitzt. Das
Gesamtfahrzeug wird sozusagen um die Batterie herum ent-
wickelt.
Kundenerwartungen schneller erfüllen
Die nächste Fahrzeuggeneration wird mehr denn je von den
sich rasch wandelnden Erwartungen der Endkunden ge-
prägt sein. Vergleichbar mit einem Smartphone, soll das
vernetzte und softwarebasierte Auto der Zukunft stets mit
den neuesten Funktionen ausgestattet sein. Gleichzeitig wird
erwartet, dass neue Funktionen – beispielsweise aus dem
Bereich ADAS/AD – schneller verfügbar sind. Die Markteinfüh-
rungszeiten werden also deutlich kürzer. Und da die Kunden
nicht warten wollen, sind Lösungen gefragt, wie über den
Lebenszyklus hinweg regelmäßig Updates und damit neue
Funktionen in das Fahrzeug gebracht werden können.
Immer mehr virtuelle Fahrzeugentwicklung
Virtualisierung ist ein entscheidender Faktor, um die skizzier-
ten Herausforderungen zukünftiger Fahrzeuggenerationen
zu meistern. AVL zählt hier weltweit zu den Vorreitern. Mit
fortschrittlichen Simulationsmethoden gewährleisten wir
einen raschen Übergang von der komponenten- zur funktions-
orientierten Fahrzeugentwicklung. Anstelle einer kosten- und
zeitintensiven Verifikation und Validierung mit physischen
Hardware-Prototypen setzen wir auf komplexe Fahrzeug
systemsimulationen. Damit lassen sich Konfigurationen
bereits in einer frühen Phase präzise festlegen. Wichtige Ent-
scheidungen können so nach vorne verlagert (Frontloading)
und der gesamte Entwicklungsprozess beschleunigt werden.
Virtuelle Zwillinge statt physischer Prototypen
Eine Schlüsselfunktion im Simulationsansatz von AVL über-
nehmen Virtuelle Zwillinge. Diese basieren auf den mathemati-
schen, physikalischen und chemischen Beziehungen zwischen
den verschiedenen Fahrzeugkomponenten. Sie gewähren
tiefgreifende Einblicke in das Verhalten und Zusammenspiel
der Komponenten und Systeme des Gesamtfahrzeugs – lange
bevor diese tatsächlich vorhanden sind. Der Virtuelle Zwilling
ist eine Erweiterung des in der Industrie weit verbreiteten
Konzepts des Digitalen Zwillings, der nur bestimmte Aspekte
NEXT GENERATION VEHICLES
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