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ENERGIE UND NACHHALTIGKEIT
Automobilhersteller streben Netto-Null-CO2 zwischen
2030 und 2040 an
Um die gesetzlichen Ziele zu erreichen, verbessert die Auto-
mobilindustrie gewöhnlich die Fahrzeugemissionen und die
Antriebsstrangtechnologie. Dieser Ansatz könnte sich mit der
Anwendung des Lebenszyklus-CO2e (CO2-Äquivalente) ändern.
Die Automobilzulieferer verpflichten sich zu CO2e-Zielen und
-Maßnahmen der Fahrzeughersteller. Dies geschieht früher,
als es die Gesetzgebung verlangt. Für 2025 wird die CO2e-
Kennzeichnung von Produkten verbindlich vorgeschrieben –
einschließlich der Berichterstattung über den CO2e-Wert auf
Produktebene und der Anwendung von Schwellenwerten für
den maximalen Fußabdruck. Langfristig werden die Hersteller
den Austausch von CO2e-Daten mittels Energiemessung und
verschlüsselter Datenübertragung verlangen.
Die erhöhten Anforderungen an die Berichterstattung werden
von CO2e-Reduktionsplänen und -Roadmaps für jede gelieferte
Komponente begleitet.
Trend 03
Trend 04
Anforderungen auf Herstellerseite
EU-Verordnung
2020
2025
2030
2035
2040
EU-Grenzsteuer für
ausgewählte Rohstoffe
• Ziele für nachhaltige Ent-
wicklung der UN (Sustainable
Development Goals, SDGs)
• Reduktionsziele für Treibhaus-
gasemissionen (Science Based
Target Initiative, SBT)
• Berichterstattung auf Produkt
ebene
• Einführung maximaler
Schwellenwerte für die
Lebenszyklus-Bilanz
• Blockchain-verschlüsselte
Datenübertragung
• Umrechnung von Energie
messwerten in CO2-Daten
Betrieb
H2
SynFuel
Rohmaterial
Fertigung
Energie
gewinnung
Treibstoff
Fahren
Wiederverwendung &
Verwertung
Notwendigkeit einer detaillierten Bewertung des CO2-
Fußabdrucks für alle Technologieoptionen und Schritte im
Lebenszyklus
Um den Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehrssektor zu
begrenzen, müssen wir uns mit allen Aspekten des Lebens
zyklus befassen, einschließlich Produktion, Nutzung und
Recycling. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) haben im
Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen erhebliche Vorteile
bei den Treibhausgasemissionen während der Nutzungspha-
se. Das größte Verbesserungspotenzial für die CO2e-Reduktion
der Batterie liegt im Bereich der Rohstoffe und der Herstellung.
Aber auch andere Komponenten wie die elektrische Antriebs-
einheit (EDU) haben Nachhaltigkeitsaspekte, die zur CO2e-Re-
duktion im Lebenszyklus beitragen können. Eine fünfprozen-
tige Steigerung der EDU-Effizienz bei einem Basis-BEV kann
über eine Fahrstrecke von 250.000 Kilometern fast eine Tonne
CO2e einsparen. Ein künftiges bewährtes EDU-Konzept muss
einem nachhaltigen Design entsprechen, um den CO2e-Fußab-
druck zu reduzieren. Geeignete Methoden und Richtlinien sind
erforderlich für Design-to-Multi-Life-Cycle-Ansätze.
Grundlegende Verpflichtung
zur Nachhaltigkeit
CO2-Etikettierung wird Pflicht
bei Automobilherstellern
Hersteller verlangen Austausch
von Lebenszyklus-CO2-Daten
EU-weite CO2-Etikettierung
auf Produktebene
EU-weiter Datenaustausch
von CO2-Lebenszyklus-Daten
Produktion
Produktlebensende
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