Wasserstoff-Brennstoffzellen, Elektrolyseure, Batterien und
Energiespeichersysteme. Dies stärkt die Führungsposition der
AVL bei der Bereitstellung fortschrittlicher Engineering-Lösun-
gen für Antriebssysteme der nächsten Generation, insbeson-
dere durch sein Forschungs- und Entwicklungszentrum für
Brennstoffzellen-Technologie.
Weiterhin erwähnenswert ist die Übernahme von MOOG
(vormals VUES) mit seinem großen Portfolio an rotierenden
Maschinen. Mit diesem Erwerb hat AVL seine Fähigkeiten in
der Konstruktion und Herstellung von Prüfständen, E-Moto-
ren, Generatoren, Erregern und anderen maßgeschneiderten
E-Motor-Lösungen mit hohem Wachstumspotenzial erweitert.
Damit ist AVL in der Lage, hochleistungsfähige, verlässliche
und kostenoptimierte Lösungen in einer Leistungsbandbreite
von 80 kW bis 1 000 kW umzusetzen.
Kundenfokus für maximale Zufriedenheit
„Durch das stetige Wachstum bei AVL-Prüfsystemen fiel im
Jahr 2002 die strategische Entscheidung, das Geschäftsfeld
Customer Service aufzubauen“, schildert Jens Poggenburg
und ergänzt: „Für uns galt und gilt die AVL-Philosophie: Immer
nah am Kunden sein!“
Heute gibt es mehr als 30 Servicestandorte und Vertriebsnie-
derlassungen, über die Mess- und Prüfsysteme von AVL auf
allen Kontinenten vertreten sind. Die rasche und kompetente
Unterstützung vor Ort ist nach wie vor ein Alleinstellungsmerk-
mal. Generell wird die Kundenzufriedenheit großgeschrieben,
sagt auch Matthias Dank: „Der Kunde vertraut darauf, dass
wir das gesamte Projekt erfolgreich betreuen und Ergebnisse
liefern, die seine Anforderungen präzise erfüllen.“
Pioniere der Elektrifizierung
Das Potenzial der Elektrifizierung erkannte Helmut List sehr
früh und gründete dafür 2007 ein eigenes Segment. „Wir wa-
ren Pioniere auf diesem Gebiet mit unserer Messtechnik“, führt
Urs Gerspach aus. „Mittlerweile gehört das Testen von Batte-
rien, E-Achsen und elektrifizierten Antriebssträngen zu unseren
Kernkompetenzen. Unser Portfolio reicht hier von eigenen
E-Storage-Produkten bis hin zu kompletten Prüflaboren.“
Erweiterte Spezial-Units für Software, Wasserstoff und ADAS/AD
AVL Instrumentation and Test Systems hat sich für seine
Softwarelösungen seit Langem einen guten Ruf im Markt
erarbeitet. Produkte wie die Validierungs- und Verifikations-
software AVL CAMEO 5™, die Datenverarbeitungsplattform
AVL CONCERTO 5™ und das Automatisierungssystem AVL
PUMA 2™ haben heute den Rang weltweiter Industriestan-
dards. Basierend auf diesem Know-how wird das Portfolio
konsequent adaptiert, um alle Schlüsselapplikationen nach-
haltiger Mobilität abzudecken. Ein eigenes Segment bildet der
Bereich Fuel Cell. Wesentlich vorangetrieben wurde dieses
Geschäftsfeld durch die enge Kooperation mit Greenlight
Inovation Corp.
Zu den noch recht jungen Bereichen gehört ADAS/AD, der sich
auf fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und automatisier-
tes Fahren spezialisiert. An diesem Punkt konsolidiert AVL all
seine Kompetenzen in Engineering und Erprobung – mit dem
Ziel, Innovationspotenzial zu entdecken und Mehrwert-Lösun-
gen zu entwickeln, um auch in Zukunft nachhaltig zu wachsen.
Beste Perspektiven für Mitarbeiter:innen
Der strategische Geschäftsbereich Instrumentation and Test
Systems zählt heute weltweit rund 6 000 Mitarbeiter:innen;
das ist etwas mehr als die Hälfte der Gesamtbelegschaft. Mit
der Transformation neuer Geschäftsfelder haben sich auch
Berufsbilder gewandelt und ausgeweitet. Neben klassischen
Messtechnik-Fähigkeiten (z.B. Physik, Chemie, Engineering
etc.) sind heute zunehmend software-, elektronik- und service-
orientierte Profile gefragt. Bei der AVL betrachtet man The-
men wie künstliche Intelligenz (KI) als zusätzliche Chancen.
Jens Poggenburg erläutert: „Wir verstehen sehr gut, wie man
künstliche Intelligenz und Machine Learning konkret anwen-
den kann, und verwenden diese neuen Technologien, um die
Effizienz zu steigern, unser Geschäft zu erweitern und letztlich
auch neue Arbeitsplätze zu schaffen.“
Die Zukunft gestalten – Mobilität und darüber hinaus
Der Ansatz von AVL besteht darin, die rasante Veränderung der
Branche mit den richtigen Lösungen zu begleiten. Dabei ist es
entscheidend, innovatives Denken und neues Geschäftspoten-
zial zu begrüßen – gerade auch im nicht-automobilen Bereich,
wie in der Schifffahrt, auf der Schiene und bei stationären An-
wendungen. Bei allem Potenzial, das die Elektrifizierung bietet,
gilt es, die Technologieoffenheit weiter zu pflegen und so auch
in Zukunft ein zuverlässiger, innovativer Partner für unsere
Kunden zu bleiben.
V.l.n.r.: Matthias Dank, Executive Vice President Global Business Development and Sales AVL;
Jens Poggenburg, Executive Vice President Software Products, Emission and Services AVL;
Urs Gerspach, Executive Vice President Test Systems and Global Operations AVL.