AVL Focus - Ausgabe 2023

THE AVL MOBILITY TREND MAGAZINE - Nr. 1 2023

maschinelles lernen

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I N T E L L I G E N T E A U T O M A T I S I E R U N G D E R

Alle Vorteile

maschineller

Lernalgorithmen

für verschiedenste

Prüflinge, von

virtuell bis real

N Ä C H S T E N G E N E R A T I O N

In der Vergangenheit wurden die Daten oft erst Wochen nach den Tests

analysiert, und mögliche Unstimmigkeiten zu spät entdeckt. „Es ist enorm

wichtig, Probleme frühzeitig zu erkennen, um kostspielige Schäden am zu

testenden Prüfling und Verzögerungen im Projektplan zu vermeiden. Wir

haben ein Tool entwickelt, das die Vorteile maschineller Lernalgorithmen

voll ausschöpft“, erläutert Werner Fuchs die neueste Softwarelösung, AVL

PUMA 2™ Machine Learning. Diese Lösung wurde speziell auf die Bedürf-

nisse der AVL-Kunden zugeschnitten und ist sehr einfach zu bedienen. „Man

muss dafür kein Data Scientist sein“, betont Fuchs.

Der Prozess ist relativ einfach: Aus den zuvor aufgezeichneten Prüfstands-

daten können die Anwender einfach Modelle erstellen. Mit Hilfe dieser

Modelle ist es möglich, prognostizierte und gemessene Werte zur Laufzeit

zu vergleichen. „Mit dieser Methode wird sofort ersichtlich, ob es Abwei-

chungen gibt“, erklärt Fuchs. Wochenlange Tests, wie zum Beispiel Batte-

riedauerlauftests, die erhebliche Ressourcen verbrauchen, können so früh-

zeitig abgebrochen werden, was Zeit, Kosten und Nerven spart.

Eine brandneue Studie von McKinsey, „Industrialized Machine Learning“, die

genau diesen Ansatz vorschlägt, bestätigt Fuchs' Ansicht voll und ganz. Wie

beim Menschen spricht man auch bei Batterien, Brennstoffzellen und allen an-

deren Prüflingen von einem „Gesundheitszustand“. Der Gesundheitszustand

ist für Hersteller äußerst wichtig, um schnell zu verstehen, ob ihre Entwicklung

in die richtige Richtung geht. Fuchs hat festgestellt, dass auch Kunden, die

sich mit dem Alterungsverhalten von

Brennstoffzellen beschäftigen, dieses

Interesse teilen. Schließlich ist Was-

serstoff eine zu kostbare Ressource,

als dass man sie in Testleerläufen ver-

schwenden könnte.

Früher wurde ein Prüfstand ange-

schafft und dann zehn Jahre lang im

Wesentlichen unverändert betrieben.

Heutzutage müssen die Kunden in

viel kürzeren Zyklen Updates durch-

führen, da sie mit ständig ändernden

IT-Umgebungen und einer steigen-

den Zahl an Sicherheitsbedrohungen

konfrontiert werden. Beides hat den

Druck auf die IT-Systeme und -Um-

gebungen in den Prüfeinrichtungen

zusätzlich erhöht. Mit unserem Soft-

ware Maintenance Ansatz sorgen wir

dafür, dass der Wert und die Stabilität

der AVL-Software für unsere Kunden

über den gesamten Produktlebenszy-

klus erhalten bleibt.  �����������������������������������������������������������������������������������������