Wie hat sich AVL an die sich schnell verändernde Automobil-
industrie und die aufkommenden Technologien angepasst,
um an der Spitze der Mobilitätslösungen zu bleiben?
Wir investieren konsequent in Forschung und Entwicklung,
um der Komplexität der heutigen Mobilität gerecht zu werden.
Dabei bleiben wir technologieoffen. Wichtig ist, dass die beste
Lösung dort zum Einsatz kommt, wo sie am effizientesten zur
Dekarbonisierung beiträgt.
Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen in der Auto-
mobilindustrie eine immer wichtigere Rolle. Wie hat AVL die
Herausforderung der nachhaltigen Mobilität angenommen
und welche Initiativen hat das Unternehmen ergriffen, um zu
einer grüneren Zukunft beizutragen?
Die AVL hält zwei Drittel ihrer Patente auf dem Sektor der
E-Mobilität. Gemeinsam mit unseren Kunden und Kundinnen
geht es darum, CO2 zu reduzieren und schlussendlich zu
eliminieren. Wir begegnen einander hier stets offen und mit
klarem Verständnis für die Bedürfnisse beider Welten. AVL
hat sich zum Pariser Klimaabkommen bekannt. Es ist uns be-
wusst, dass wir unseren Beitrag zur Dekarbonisierung leisten
müssen, und das tun wir auch mit vollem Elan. So können wir
Mobilität auch in Zukunft möglich machen. Am Ende zählt das
Ergebnis, das dem Planeten am besten hilft.
Kooperation ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg von
AVL. Können Sie Beispiele für erfolgreiche Partnerschaften
nennen, die zum Wachstum und zu Innovationen von AVL
beigetragen haben?
Unsere aktiven Partnerschaften mit renommierten heimi-
schen Universitäten und Forschungseinrichtungen ermög-
lichen die Entstehung innovativer Technologien, Prozesse
sowie neuer und nachhaltiger Produkte. AVL ist aber auch in
vielen Gremien, wie dem European Road Transport Research
Advisory Council oder der Sustainable Surface Transport
Advisory Group vertreten und gestaltet so den europäischen
Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsraum aktiv mit. Da-
bei geht es vorwiegend um die Verknüpfung technologischer
Fragen mit jenen der Anwendbarkeit für die Gesellschaft sowie
um die Bedeutung der Nachhaltigkeit.
Welche Trends und Herausforderungen sehen Sie für die Zu-
kunft in der Mobilitätsbranche voraus und wie bereitet sich AVL
darauf vor, diese zu bewältigen?
Neben der Elektromobilität geht der Trend auch zu alternativen
Kraftstoffen wie zum Beispiel Wasserstoff oder E-Fuels. Hier
gilt es, die vorhandenen Ressourcen besonders schonend
und effizient einzusetzen. Und zwar dort, wo sie den größten
Einfluss auf die Minimierung des CO2-Fußabdrucks haben.
Aber auch die Themen „Software-defined Vehicle“ und Cyber-
security – und damit eine automatisierte, inklusive und sichere
Mobilität – werden uns verstärkt begleiten. Die Digitalisierung
ermöglicht es uns, generierte Daten für die Weiterentwicklung
und Optimierung bestehender Systeme zu nutzen.
Welche Botschaft haben Sie für die Mitarbeiter:innen von
AVL, wenn Sie in die Zukunft blicken?
Bleiben Sie immer neugierig und offen für alle Möglichkeiten,
die vor Ihnen liegen! Behalten Sie sich die Leidenschaft, um an
neuen Lösungen zu arbeiten!
Ist Langlebigkeit per se auch nachhaltig? Ein Unternehmen,
das über Generationen Bestand hat?
Langlebigkeit per se ist noch kein Wert. Es geht darum, sich
immer wieder neu zu erfinden und zu definieren, sich neuen
Herausforderungen zu stellen, aber aus der Erfahrung heraus
zu agieren.
Welche Qualitäten von AVL sind über die Jahrzehnte hinweg
als beständig zu bezeichnen?
Unser Pioniergeist und unsere Problemlösungskompetenz. Wir
haben die Fähigkeit, wichtige Trends und Entwicklungen früh-
zeitig zu erkennen und damit verbundene Ziele vor dem Markt
zu erreichen. Denn nur wer mutig ist, blickt über den Tellerrand
hinaus und macht Entdeckungen, die zu herausragenden Inno-
vationen führen. Gleichzeitig übernehmen wir Verantwortung
für unsere Gesellschaft und für die Menschheit. Wir wollen
dafür sorgen, dass unsere Welt eine lebenswerte ist – heute
und in Zukunft.
„Nur wer mutig
ist, blickt über den
Tellerrand hinaus und
macht Entdeckungen,
die zu herausragenden
Innovationen führen.“
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