Ein Ort der Begegnung, Kreativität und Innovation
Die Helmut List
Halle
ie Helmut List Halle (HLH) ist ein einzigartiges Projekt
im Herzen der Grazer Kulturszene. Sie wurde im Januar
2003 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres „Graz
2003“ eröffnet. Die feierliche Einweihung des ehemaligen
Fabrikgebäudes fand mit der szenischen Uraufführung des
Werks „Begehren“ von Beat Furrer und dem Bühnenbild von
Zaha Hadid statt. In der Folge etablierte sich die HLH rasch
als ein bedeutender Aufführungsort für die verschiedensten
Kunstformen in Graz.
Den Anstoß für den Bau der Helmut List Halle gab der dringen-
de Bedarf an einem neuen, sehr speziellen Veranstaltungsort
für die Festivals „steirischer herbst“ und „Styriarte“. In kreativer
Zusammenarbeit erweckten Ingenieure und Künstler das Ge-
bäude in nur zehn Monaten Bauzeit zum Leben.
Das Projekt vereinte das Fachwissen und die Leidenschaft von
Dirigenten, Komponisten, Künstlern und Ingenieuren wie Niko-
laus Harnoncourt, Beat Furrer, Gerd Kühr, Bernhard Land, Prof.
Karlheinz Müller, Mathis Huber und AVL-CEO Prof. Helmut List.
Durch das einzigartige Wechselspiel von Technik und Kunst
entstand ein symbiotisches Kunst- und Wissenschaftsprojekt,
das bis heute wegweisend ist.
Was die Konzerthalle herausragend macht, ist ihre Flexibilität.
Sie bildet die Grundlage, die Hülle und beherbergt die Technik
für das, was Kunst zeigen will – mit so wenigen räumlichen
Einschränkungen wie möglich, und nur mit den allernötigsten.
Das inspiriert und macht die Helmut List Halle, nicht zuletzt
dank stetiger Weiterentwicklung, seit 20 Jahren zum Kultur-
magneten – ohne den Graz nicht mehr vorstellbar ist.
Der Architekt Markus Pernthaler schuf mit der Helmut List
Halle einen neuen Standard für zeitgenössische Performance-
Räume. Ob Avantgarde oder Klassik, die Helmut List Halle
bietet optimale Rahmenbedingungen für künstlerische Dar-
bietungen aller Art und erfüllt zudem die strengen Kriterien von
Opernhäusern weltweit.
Nicht nur das Gebäude findet Gefallen, sondern auch die
Grundidee, die seit seiner Entstehung dauerhaft widerhallt:
Neues zu wagen und das Wissen um die Relevanz von Treff-
punkten, die Austausch und Kreativität erleichtern. In den
letzten Jahren hat das Anlegen des Smart-City-Geländes rund
um die Helmut List Halle deren Bedeutung als Kunstzentrum
und Treffpunkt zusätzlich unterstrichen. Von Anfang an erfin-
det sich die Spielstätte dabei immer wieder neu und passt sich
den steigenden Anforderungen für Veranstaltungen wie die
Styriarte, das PSALM-Festival oder den steirischen herbst an.
Die Vision hinter der Helmut List Halle wurde ganz klar erfüllt:
eine Grundlage für kreative Begegnungen zu schaffen und in
Zusammenarbeit mit Künstler:innen etwas Neues auf die Bei-
ne zu stellen. Unter dem Motto „Kunst trifft Wissenschaft“ hat
sich die Helmut List Halle zu einer einzigartigen Begegnungs-
zone entwickelt, in der Kreativität, Inspiration, Leidenschaft
für Kunst und Innovation aufeinandertreffen. Ihr Beitrag zur
Förderung der Kunst und des künstlerischen Schaffens ist un-
verzichtbar, und sie wird auch in Zukunft eine treibende Kraft
für die Entwicklung der Kultur sein.
Um der Kunst und den Kunstschaffenden zukünftig noch mehr
Raum zu geben, wurde im Herbst 2023 ein Anbau der HLH
eröffnet.
Die neue Geschäftsführung der Helmut List Halle: Günther
Reicher und Christoph Baloch. Wir möchten uns ganz herzlich
bei Erwin Hauser für seinen langjährigen, erfolgreichen Einsatz
für diesen außergewöhnlichen Ort bedanken.
SONDERAUSGABE