AVL Focus - Ausgabe 2023

THE AVL MOBILITY TREND MAGAZINE - Nr. 1 2023

embedded software entwicklung

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Einer der wichtigsten Technologie-

treiber ist das autonome Fahren, das

bisher noch unterschätzt wird. So-

bald Level-3- oder Level-4-Funkti-

onen auf der Straße genutzt wer-

den, werden die Nutzer mehr Zeit

haben, um Apps zu konsumieren.

Schwab prognostiziert daher eine

„Revolution der kleinen Schritte“.

Da Revolutionen unvermeidlich

sind, ist Zusammenarbeit unum-

gänglich - eine wesentliche Grund-

lage für den Erfolg in dieser sich

schnell verändernden Welt. Bei

AVL arbeiten wir nicht nur mit

OEMs und Tier1s zusammen, son-

dern auch mit großen US-amerika-

nischen Softwareunternehmen und

Cybersecurity Spezialisten. Diese

Zusammenarbeit setzt die Dinge

in Bewegung und ermöglicht eine

multiperspektivische Entwicklung.

Sie werden den Unterschied spüren,

wenn Sie sich das nächste Mal ein-

loggen.  

Neues Auto, neue Architektur

Unlängst hat BMW sein Abo-Modell für beheizte Sitze vorgestellt, das 17

Euro pro Monat kostet. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen,

dass es dabei starke saisonale Schwankungen geben wird. Da jedoch neue

On-Demand-Dienste das Geschäftsmodell der OEMs verändern werden,

tun sie sich schwer damit, zu verstehen, wie die integrierte Software ge-

staltet und konfiguriert werden muss.

Das Herzstück des Fortschritts bei Embedded Software ist die EE-Archi-

tektur (elektrisch/elektronisch). Da Elektronikhardware, Netzwerkkommu-

nikation, Softwareanwendungen und Verkabelung zu einem integrierten

System zusammenwachsen, das eine immer größere Anzahl von Fahrzeug-

funktionen steuert, suchen OEMs und Zulieferer nach externem Fachwissen.

Der große Vorteil von AVL ist einerseits ihr

Wissen über die Mechanik, andererseits aber

auch ihre jahrzehntelange Erfahrung in der

Entwicklung von E-Mobilitätslösungen und

Softwarefunktionen. Im Vergleich zu New-

comern ist das Know-how von AVL über die

gesamte Systemarchitektur – und deren Ele-

mente – nicht zu übertreffen.

Das ist entscheidend in Bezug auf die Zu-

verlässigkeit, denn der Wandel im Fahrzeug

ist enorm: Ein durchschnittliches Auto hat

heute bis zu 200 Millionen Codezeilen, die

bis zum Ende des Jahrzehnts auf 300 Milli-

onen Zeilen anwachsen dürften. Zentrali-

sierung ist ein wichtiger Faktor: Was früher

mit bis zu 130 Steuergeräten in einem Auto

erledigt wurde, ist heute auf 3 bis 5 Fahr-

zeug-Servern zusammengefasst, so der Ex-

perte Dirk Geyer, Head of Segment Safety

and Security bei AVL Software and Func-

tions. Der permanente Wandel erfordert ein

ständiges Aktualisieren und Testen, zwei tra-

ditionelle Kompetenzfelder von AVL.

„EE ist nichts komplett Neues, sie kam schon vor Jahrzehnten mit dem

Blinker und dem Radio ins Fahrzeug“, erklärt Stefan Schmid, Geschäfts-

führer von AVL Software and Functions. „Aber sie spielt jetzt eine ent-

scheidende Rolle, da sich High Performance Computing und Big Data als

Gamechanger erwiesen haben. Die Zukunft wird dynamisch.“  

DIE ZUKUNFT

WIRD

DYNAMISCH.“

Stefan Schmid

Geschäftsführer von AVL

Software and Functions