embedded software entwicklung
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Einer der wichtigsten Technologie-
treiber ist das autonome Fahren, das
bisher noch unterschätzt wird. So-
bald Level-3- oder Level-4-Funkti-
onen auf der Straße genutzt wer-
den, werden die Nutzer mehr Zeit
haben, um Apps zu konsumieren.
Schwab prognostiziert daher eine
„Revolution der kleinen Schritte“.
Da Revolutionen unvermeidlich
sind, ist Zusammenarbeit unum-
gänglich - eine wesentliche Grund-
lage für den Erfolg in dieser sich
schnell verändernden Welt. Bei
AVL arbeiten wir nicht nur mit
OEMs und Tier1s zusammen, son-
dern auch mit großen US-amerika-
nischen Softwareunternehmen und
Cybersecurity Spezialisten. Diese
Zusammenarbeit setzt die Dinge
in Bewegung und ermöglicht eine
multiperspektivische Entwicklung.
Sie werden den Unterschied spüren,
wenn Sie sich das nächste Mal ein-
loggen.
Neues Auto, neue Architektur
Unlängst hat BMW sein Abo-Modell für beheizte Sitze vorgestellt, das 17
Euro pro Monat kostet. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen,
dass es dabei starke saisonale Schwankungen geben wird. Da jedoch neue
On-Demand-Dienste das Geschäftsmodell der OEMs verändern werden,
tun sie sich schwer damit, zu verstehen, wie die integrierte Software ge-
staltet und konfiguriert werden muss.
Das Herzstück des Fortschritts bei Embedded Software ist die EE-Archi-
tektur (elektrisch/elektronisch). Da Elektronikhardware, Netzwerkkommu-
nikation, Softwareanwendungen und Verkabelung zu einem integrierten
System zusammenwachsen, das eine immer größere Anzahl von Fahrzeug-
funktionen steuert, suchen OEMs und Zulieferer nach externem Fachwissen.
Der große Vorteil von AVL ist einerseits ihr
Wissen über die Mechanik, andererseits aber
auch ihre jahrzehntelange Erfahrung in der
Entwicklung von E-Mobilitätslösungen und
Softwarefunktionen. Im Vergleich zu New-
comern ist das Know-how von AVL über die
gesamte Systemarchitektur – und deren Ele-
mente – nicht zu übertreffen.
Das ist entscheidend in Bezug auf die Zu-
verlässigkeit, denn der Wandel im Fahrzeug
ist enorm: Ein durchschnittliches Auto hat
heute bis zu 200 Millionen Codezeilen, die
bis zum Ende des Jahrzehnts auf 300 Milli-
onen Zeilen anwachsen dürften. Zentrali-
sierung ist ein wichtiger Faktor: Was früher
mit bis zu 130 Steuergeräten in einem Auto
erledigt wurde, ist heute auf 3 bis 5 Fahr-
zeug-Servern zusammengefasst, so der Ex-
perte Dirk Geyer, Head of Segment Safety
and Security bei AVL Software and Func-
tions. Der permanente Wandel erfordert ein
ständiges Aktualisieren und Testen, zwei tra-
ditionelle Kompetenzfelder von AVL.
„EE ist nichts komplett Neues, sie kam schon vor Jahrzehnten mit dem
Blinker und dem Radio ins Fahrzeug“, erklärt Stefan Schmid, Geschäfts-
führer von AVL Software and Functions. „Aber sie spielt jetzt eine ent-
scheidende Rolle, da sich High Performance Computing und Big Data als
Gamechanger erwiesen haben. Die Zukunft wird dynamisch.“
DIE ZUKUNFT
WIRD
DYNAMISCH.“
Stefan Schmid
Geschäftsführer von AVL
Software and Functions
„