Können Sie uns von einem Meilenstein oder einer bedeuten-
den Leistung während Ihrer Zeit bei AVL berichten, auf die
Sie besonders stolz sind?
Meine Aufgabe war es, AVL bekannt zu machen und Kontakte
in der Branche zu knüpfen. In diesem Bereich haben wir uns in
Indien ausgezeichnet und sind zum bevorzugten Partner der
Branche geworden.
Welche markanten Fortschritte oder Trends haben Sie als
Branchenkenner in Indien bzw. in der technischen Entwick-
lung beobachtet?
In den letzten 40 Jahren hat die indische Automobilindustrie
bedeutende Fortschritte verzeichnet. Die Liberalisierungspoli-
tik öffnete den Markt für ausländische Investitionen und führte
zum Markteintritt internationaler Automobilhersteller. Die
Produktionskapazitäten wurden ausgebaut, technologische
Neuerungen führten zu leistungsfähigeren und sichereren
Fahrzeugen und die Branche führte Elektrofahrzeuge ein. Kon-
nektivität, Infotainment und Fahrzeugdesign verbesserten sich
und Lokalisierungsbemühungen senkten die Kosten. Strengere
Abgasnormen traten in Kraft und die Digitalisierung brachte
Innovationen wie vernetzte Autos und autonomes Fahren mit
sich. All diese Entwicklungen haben die indische Automobil-
industrie wettbewerbsfähiger und technisch fortschrittlicher
gemacht und sie an weltweite Standards angepasst.
Welche Rolle spielt Teamwork in Ihrer Arbeit für AVL?
Können Sie uns ein Beispiel für eine erfolgreiche Koopera-
tion nennen?
Rückblickend ist es offensichtlich, dass unsere gemeinsame
Vision und unsere übereinstimmenden Werte die treibende
Kraft hinter unseren Erfolgen waren. Wir haben uns gegensei-
tig immer wieder dazu angespornt, neue Höchstleistungen zu
erreichen, den Status quo zu hinterfragen und Erwartungen zu
übertreffen. Unser gemeinsames Engagement für Spitzenleis-
tungen hat den Grundstein für unseren Erfolg gelegt und uns
den Ruf eines zuverlässigen Partners in der Branche gesichert.
Das neue Cummins Tech Center in Pune ist ein gutes Beispiel.
Es ist ein Aushängeschild des weltweit aktiven Motorenher-
stellers Cummins. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit
zwischen AVL Graz, AVL Nordamerika und AVL Indien wäre
dieser Erfolg nicht möglich gewesen.
Wie haben die Kultur und die Werte von AVL Ihrer Meinung
nach zum Erfolg und zum Wachstum des Unternehmens
beigetragen?
Die Unternehmenskultur von AVL leistet einen wesentlichen
Beitrag zum langfristigen Erfolg des Unternehmens. Durch
eine starke Identifikation, das Bekenntnis zu langfristigen Zie-
len, durch Vertrauen, den Fokus auf Beziehungen und die Ver-
pflichtung zu gesellschaftlicher Verantwortung haben wir uns
einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil verschafft. So fördern
wir dauerhaft nachhaltiges Wachstum, Kundentreue und das
Engagement der Mitarbeiter:innen.
Ebenso lobenswert ist die bahnbrechende Arbeit unserer
Cultural Foundation, die Kunst mit Wissenschaft verbindet.
Solche Initiativen machen uns noch attraktiver für alle Akteure,
einschließlich unserer künftigen Mitarbeiter:innen, die eine
sinnvolle Arbeit suchen und mit Organisationen in Verbindung
gebracht werden wollen, die Gutes bewirken.
Wenn Sie nach vorne schauen – Richtung Zukunft von AVL
und der Automobilindustrie an sich –, worauf sind Sie be-
sonders gespannt?
Die Zukunft der Automobilindustrie birgt mehrere aufregende
Entwicklungen, die das Potenzial haben, das Transportwesen,
wie wir es kennen, zu verändern.
Von elektrischen Antriebssträngen über Batterietechnologie
bis hin zu Künstlicher Intelligenz, Sensorsystemen und neuen
Materialien: Innovation treibt die Branche voran. Wie Sie wis-
sen, investieren wir bei AVL mehr als 11% unseres Umsatzes
in Forschung und Entwicklung. Mit diesem Fokus auf Innova-
tion wird AVL bei diesen Entwicklungen an vorderster Front
sein – und seinen Beitrag zu hochmodernen Technologien und
Lösungen leisten, die die Zukunft der Mobilität prägen werden.
Welchen Rat würden Sie neuen Mitarbeiter:innen oder Be-
rufseinsteiger:innen mit auf den Weg geben, die gerade ihre
Karriere bei AVL beginnen?
Denkt daran, ihr seid Teil einer spannenden Branche, die
immense Wachstumschancen und Entfaltungsmöglichkeiten
bietet. Bleibt leidenschaftlich, seid beharrlich und hört nie auf
zu lernen. Seid resilient und gerade dadurch offen für Ver-
änderungen, arbeitet zusammen – und vergesst nicht, euer
Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen und eine gesunde
Work-Life-Balance zu pflegen. In der Technologie ist es ent-
scheidend, den Endverbraucher im Auge zu behalten. Versucht
immer, seine Bedürfnisse und Bestrebungen zu erkennen. Kul-
tiviert ein tiefes Einfühlungsvermögen für die Menschen, die
eure Produkte oder Dienstleistungen letztendlich nutzen wer-
den. Mit dieser nutzerorientierten Denkweise seid ihr besser in
der Lage, innovative und sinnvolle Lösungen zu entwickeln, die
wirklich etwas bewirken.
„Oft waren es eher die
kleinen, konsequenten
Schritte und nicht die
großen Sprünge, die uns
dorthin gebracht haben,
wo wir heute stehen.“
SONDERAUSGABE